Zwei Banken nennen denselben Zins und dieselbe Laufzeit, und die monatliche Rate fällt trotzdem unterschiedlich aus. Niemand betrügt — man bietet Ihnen verschiedene Tilgungspläne an.
Was die beiden Pläne sind
Bei der Annuität bleibt die Rate jeden Monat gleich. Am Anfang besteht sie fast nur aus Zinsen und kaum aus Tilgung; gegen Ende kehrt sich das Verhältnis um.
Bei der fallenden Rate wird die Schuld in gleichen Teilen getilgt, und die Zinsen laufen auf den Rest. Die erste Rate ist die höchste, jede weitere kleiner.
Der Unterschied in Zahlen
500 000 über 24 Monate zu 28 % im Jahr. Die Annuität liegt bei etwa 27 444 im Monat. Der fallende Plan beginnt bei rund 32 500 und endet bei rund 21 300 — und kostet insgesamt etwa 5 % weniger Zinsen.
Die Regel ist einfach: der fallende Plan kostet immer weniger Zinsen, weil die Schuld schneller schrumpft. Und er verlangt mehr Geld im ersten Jahr — genau dann, wenn die meisten Kreditnehmer am wenigsten haben.
Wenn Sie nicht wählen dürfen
Die meisten Konsumkredite und fast alle Baufinanzierungen gibt es nur als Annuität. Wo eine Bank beides anbietet, genehmigt sie beim fallenden Plan meist eine kleinere Summe: die erste Rate ist höher, also ist auch die Einkommensanforderung höher.
Was Sie statt der Rate vergleichen sollten
Vergleichen Sie die Gesamtzinsen und den Effektivzins, nicht die Monatsrate. Eine längere Laufzeit lässt die Rate immer schöner aussehen und den Kredit teurer werden.
Beide Pläne stecken im Kreditrechner — schalten Sie um und schauen Sie auf die Gesamtsumme, nicht auf die Rate. Für die Baufinanzierung steht derselbe Vergleich Monat für Monat im Hypothekenrechner.